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Haarausfall in den Wechseljahren: Warum deine Haare dünner werden – und was wirklich hilft

  • 18. Juli
  • 14 Min. Lesezeit
Eine Frau rund 50 Jahre mit mittellangen Haaren steht in einem hellen Badezimmer und blickt besorgt auf ihre Haarbürste, in der viele ausgefallene Haare hängen. Das Bild veranschaulicht Haarausfall in den Wechseljahren und die emotionale Belastung, die viele Frauen in der Perimenopause und Menopause erleben.
KI-generiertes Sujetbild

Plötzlich liegen mehr Haare in der Bürste, der Scheitel wirkt breiter und die Kopfhaut beginnt zu jucken. Kommt dir das bekannt vor? Dann bist du nicht allein.

Viele Frauen erleben genau das in der Perimenopause oder Menopause – und fragen sich: Ist das normal? Gehen meine Haare jetzt für immer aus? Und kann ich überhaupt etwas dagegen tun? Inhalt


Das Wichtigste auf einen Blick

  • Haarausfall gehört zu den häufigsten Beschwerden in der Perimenopause und Menopause.

  • Sinkende Östrogen- und Progesteronspiegel verändern den Haarwachstumszyklus.

  • Auch Stress, Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen oder bestimmte Medikamente können eine Rolle spielen.

  • Je früher die Ursache gefunden wird, desto besser lässt sich gegensteuern.

  • Die wichtigste Botschaft vorweg: Du musst das nicht einfach hinnehmen.

„Warum liegen plötzlich so viele Haare in meiner Bürste?“

Es begann schleichend. Beim Haarewaschen blieben plötzlich mehr Haare zwischen meinen Fingern hängen als sonst. Beim Föhnen fiel mir auf, dass mein Scheitel breiter wirkte.

Was mich aber fast noch mehr belastete, war etwas anderes: Meine Kopfhaut begann zu jucken. Nicht ein bisschen. Sondern so sehr, dass ich ständig daran denken musste.

Als Journalistin und Host von MENOMIO - Der Podcast für glückliche Wechseljahre wollte ich verstehen, was dahintersteckt. Ist das einfach eine Begleiterscheinung der Wechseljahre? Muss ich mich damit abfinden? Oder gibt es Erklärungen – und vielleicht sogar Lösungen?

Auf der Suche nach Antworten bin ich Stefanie Wirnshofer begegnet.


Eine Frau, die genau weiß, wie sich das anfühlt


Stefanie Wirnshofer, Gründerin von Onni Organic Luxury Haircare, Expertin für Haarausfall in den Wechseljahren
Haarexpertin Stefanie Wirnshofer

Als ich Stefanie Wirnshofer in München kennenlernte, fiel mir sofort eines auf:

Sie spricht nicht über Haare wie eine Unternehmerin. Sie spricht darüber wie eine Frau, die selbst gelitten hat.


Heute ist Stefanie Gründerin von ONNI Haircare und hat nach eigenen Angaben bereits über 10.000 Haaranalysen durchgeführt. Doch ONNI entstand nicht aus einer Geschäftsidee.

Es entstand aus Verzweiflung


In Folge von 133 von MENOMIO - Der Podcast für glückliche Wechseljahre habe ich ausführlich mit Stefanie über das Thema Haargesundheit gesprochen: 🎧 Hier reinhören



Viele Frauen sehen heute Steffis volles, gesundes Haar und glauben kaum, dass sie selbst jahrzehntelang unter massiven Problemen litt.

Im MENOMIO-Podcast erzählt sie offen: "Schon früh kämpfte ich mit einer dauerhaft entzündeten Kopfhaut. Haarefärben war kaum möglich. Kortison brachte immer nur kurzfristig Erleichterung. Gleichzeitig wurden ihre Haare immer dünner."

„Ich hatte nicht einfach dünnes Haar. Ich hatte eine ständig entzündete Kopfhaut.“

Stefanie führte lange eine erfolgreiche PR-Agentur. Mit Haarpflege hatte sie beruflich eigentlich nichts zu tun. Bis sie begann, sich intensiv mit Inhaltsstoffen auseinanderzusetzen.

Sie wollte verstehen, warum ihre Kopfhaut auf so viele Produkte empfindlich reagierte.

Warum sie ständig juckte. Warum ihre Haare immer feiner wurden.

Gemeinsam mit einem Naturkosmetik-Chemiker entwickelte sie schließlich erste eigene Rezepturen.

Nicht, um sie zu verkaufen. Sondern um sich selbst zu helfen.


Erst als Freunde und Familie bemerkten, wie sehr sich ihre Haare verändert hatten und dieselben Produkte haben wollten, entstand daraus schließlich ONNI Haircare.


Diese Geschichte hat mich beeindruckt. Nicht, weil daraus eine Marke entstanden ist.

Sondern weil sie zeigt, wie viel Kraft entstehen kann, wenn Frauen ihre eigenen Probleme ernst nehmen und daraus Lösungen entwickeln.


„Man muss dem nicht ausgeliefert sein.“

Stefanie erlebt täglich Frauen, die glauben, sie müssten den Haarausfall einfach akzeptieren.

Dass das eben zu den Wechseljahren dazugehört.

Ihre Antwort darauf ist eindeutig:

„Man muss es nicht erleiden. Man kann immer etwas dagegen machen.“ 

Genau das ist auch der Grund, warum ich diesen Artikel schreibe.

Nicht, um dir falsche Hoffnungen zu machen. Denn es gibt keine Wunderlösung.

Aber es gibt Wissen. Es gibt Ursachen. Und es gibt Möglichkeiten, die vielen Frauen helfen können.


Und genau dort setzen wir jetzt an.

Warum trifft Haarausfall manche Frauen stärker als andere?


Vielleicht fragst du dich gerade: „Warum bekomme ausgerechnet ich Haarausfall – und meine Freundin, die im selben Alter ist, überhaupt nicht?“

Die ehrliche Antwort lautet: Darauf gibt es keine einfache Erklärung.


Die Wechseljahre verlaufen bei jeder Frau anders. Manche bemerken kaum Veränderungen. Andere kämpfen plötzlich mit Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen – und eben auch mit dünner werdendem Haar.


Für Stefanie Wirnshofer spielen dabei drei Faktoren eine zentrale Rolle:

  • Hormone

  • genetische Veranlagung

  • Lebensstil

Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren entscheidet darüber, wie sich unsere Haare verändern.



Hormone sind nicht die ganze Geschichte


Ja, sinkendes Östrogen und Progesteron können Haarausfall begünstigen. Aber sie sind längst nicht immer die alleinige Ursache. Deshalb warnt Stefanie davor, jede Veränderung automatisch den Wechseljahren zuzuschreiben.

„Viele Beschwerden haben auch andere Ursachen. Deshalb rate ich allen, wirklich doppelt hinzuschauen.“ 

Genau deshalb lohnt es sich, nicht nur auf die Hormone zu schauen, sondern den ganzen Menschen. Denn manchmal steckt hinter dem Haarausfall etwas völlig anderes.


Diese Ursachen solltest du unbedingt abklären lassen


Bevor du Geld für neue Shampoos, Haarvitamine oder teure Behandlungen ausgibst, solltest du gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt mögliche Ursachen ausschließen.

Dazu gehören unter anderem:

Mögliche Ursache

Warum sie wichtig ist

Eisenmangel (Ferritin)

Einer der häufigsten Auslöser für diffusen Haarausfall.

Schilddrüsenerkrankungen

Sowohl eine Unter- als auch eine Überfunktion können das Haarwachstum beeinflussen.

Vitamin-D-Mangel

Spielt für zahlreiche Stoffwechselprozesse eine Rolle.

Zink- und Selenmangel

Können sich auf Haut und Haare auswirken.

Vitamin-B12- oder Folsäuremangel

Wichtig für Zellteilung und Gewebe.

Chronischer Stress

Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel kann den Haarzyklus beeinflussen.

Medikamente oder hormonelle Therapien

Auch sie können Haarausfall als Nebenwirkung verursachen.

Stefanie erlebt in ihrer Praxis immer wieder Frauen, bei denen sich erst nach einer gründlichen Diagnostik zeigt, dass die Hormone gar nicht die Hauptursache waren.

Ferritin: Warum dieser Blutwert so wichtig ist


Wenn ich Stefanie frage, welcher Laborwert beim Thema Haarausfall häufig unterschätzt wird, muss sie keine Sekunde überlegen: Ferritin.


Ferritin ist der Eisenspeicher unseres Körpers. Ist dieser Speicher leer, priorisiert unser Körper lebenswichtige Organe. Haare gehören dabei nicht zu den überlebenswichtigen Strukturen. Die Folge: Die Haarwurzel wird schlechter versorgt, die Haare wachsen feiner nach oder fallen früher aus.


Stefanie empfiehlt deshalb, Ferritin immer gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt zu beurteilen und nicht nur auf den Laborreferenzbereich zu schauen.


Wichtig: Bitte beginne niemals eigenständig mit hochdosierten Eisenpräparaten. Zu viel Eisen kann gesundheitsschädlich sein. Eine Behandlung sollte immer ärztlich begleitet werden.


🎧 TIPP: Mehr über Ferritin und andere wichtige Blutwerte erfährst du auch in meinem Gespräch mit Dr. Helena Orfanos-Boeckel.


Welche weiteren Werte du checken lassen solltest


Ferritin ist wichtig. Aber es ist nicht der einzige Wert, der beim Thema Haarausfall relevant sein kann. Stefanie Wirnshofer empfiehlt, im Gespräch mit der Ärztin auch folgende Parameter anzusprechen:


Zink: Laut Stefanie einer der am häufigsten unterschätzten Werte in der Haargesundheit. Ein Zinkmangel kann sich direkt auf die Haarwurzel auswirken.


Selen: Ebenfalls relevant für Haare und Kopfhaut. Hier gilt besondere Vorsicht beim Supplementieren – Selen kann schnell überdosiert werden. Wer seinen Selenstatus verbessern möchte, kann das auch über die Ernährung angehen: Schon 1–2 Paranüsse täglich können ausreichen, um den Tagesbedarf zu decken. Mehr sollte es nicht sein.


Kupfer: Spielt eine Rolle im Zusammenspiel mit Eisen und ist ebenfalls nicht unbegrenzt supplementierbar.


Vitamin D: Beeinflusst zahlreiche Stoffwechselprozesse im Körper – Haargesundheit eingeschlossen.


B-Vitamine und Folsäure: Wichtig für Zellteilung und die Versorgung schnell wachsender Strukturen – zu denen Haare gehören.


Schilddrüsenwerte: Sowohl eine Unter- als auch eine Überfunktion, aber auch Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto, können diffusen Haarausfall verursachen. Unbedingt abklären lassen, wenn noch nicht geschehen.

🎧 TIPP: Das Thema Schilddrüse habe ich mit Vanessa Blumhagen im Podcast ausführlich besprochen

Stress wächst nicht nur im Kopf – sondern manchmal auch auf der Kopfhaut


Ein Punkt hat mich im Gespräch mit Stefanie besonders nachdenklich gemacht.

Sie spricht nicht nur über Hormone. Sie spricht über unser Leben.

Über Frauen, die gleichzeitig Karriere machen, Kinder begleiten, Eltern pflegen und versuchen, allem gerecht zu werden.

„Wir Frauen leisten Unglaubliches.“ 

Chronischer Stress erhöht den Cortisolspiegel.

Und genau dieser kann sich wiederum auf das Haarwachstum auswirken.

Stefanie erlebt außerdem häufig, dass Frauen in belastenden Lebensphasen über Haarwurzelschmerzen oder verstärkten Haarausfall berichten. Deshalb fragt sie in ihren Beratungen nicht nur nach Laborwerten, sondern auch nach dem Alltag, der seelischen Belastung und dem persönlichen Wohlbefinden.


Ich finde diesen Blick wichtig. Denn manchmal braucht unser Körper nicht nur ein anderes Shampoo. Manchmal braucht er mehr Schlaf. Mehr Pausen. Mehr Unterstützung. Oder einfach jemanden, der zuhört.

Warum Haarvitamine oft nicht helfen – und was das mit Stress zu tun hat


Viele Frauen greifen bei Haarausfall früh zu Nahrungsergänzungsmitteln. Haarvitamine, Biotin, Eisenpräparate. Das ist verständlich – und manchmal auch sinnvoll. Aber Stefanie Wirnshofer erlebt in ihrer Arbeit immer wieder dasselbe Muster: Frauen, die alles richtig machen, die supplementieren, auf ihre Ernährung achten – und trotzdem kaum Veränderung sehen. Der Grund überrascht viele.


Wenn der Cortisolspiegel dauerhaft erhöht ist, stellt der Körper klare Prioritäten. Herzfunktion, Immunsystem, lebenswichtige Organe – die werden versorgt. Haare hingegen stehen am unteren Ende dieser Liste. Sie sind für das Überleben nicht entscheidend.

Konkret bedeutet das: Selbst wenn du ausreichend Eisen, Zink oder B-Vitamine zu dir nimmst, kommen diese Nährstoffe unter chronischem Stress möglicherweise nie wirklich an der Haarwurzel an. Der Körper leitet sie schlicht dorthin um, wo er sie für dringender hält.

Stefanie formuliert es direkt:

"Woher weiß der Körper, dass er das auf den Kopf geben soll? Für ihn sind die Haare total unwichtig."

Das bedeutet nicht, dass Supplementierung sinnlos ist. Aber es bedeutet: Solange chronischer Stress im Hintergrund läuft, verpufft vieles davon.

Stressmanagement ist deshalb kein Wellness-Thema. Es ist ein direkter Teil der Behandlung.


Nahaufnahme einer Frau, die ihre Kopfhaut mit den Fingern freilegt. Die saubere, gesunde Kopfhaut steht symbolisch für die Basis gesunden Haarwachstums in den Wechseljahren. Im Hintergrund sind Rosen und Haarpflegeprodukte zu sehen.
KI-generiertes Sujetbild

„Willst du eine schöne Rose, brauchst du ein gutes Beet.“


Es war der Satz, der mir von unserem Gespräch am stärksten in Erinnerung geblieben ist.

Stefanie meint damit: Gesunde Haare beginnen nicht bei den Haarspitzen. Sie beginnen auf der Kopfhaut.


Viele Frauen konzentrieren sich verständlicherweise auf die Haare selbst – sie kaufen Volumenshampoos, Haarmasken oder Stylingprodukte. Dabei gerät die Kopfhaut oft völlig in Vergessenheit. Ist sie gereizt, entzündet oder mit Rückständen belastet, können sich auch die Haare nicht optimal entwickeln.


Deshalb empfiehlt Stefanie, die Kopfhaut genauso sorgfältig zu pflegen wie die Gesichtshaut: sanft reinigen, unnötige Reizstoffe vermeiden und sie regelmäßig durch Massagen oder spezielle Pflege aktivieren.

Was hilft wirklich gegen Haarausfall in den Wechseljahren?


Wer Haarausfall bemerkt, wünscht sich verständlicherweise eine schnelle Lösung.

Ein Shampoo. Eine Kapsel. Ein Serum. Oder am besten alles zusammen. So einfach ist es leider nicht.


Denn genauso unterschiedlich wie die Ursachen sind, unterscheiden sich auch die Behandlungsmöglichkeiten. Was der einen Frau hilft, bringt der anderen möglicherweise gar nichts.

Genau deshalb warnt Stefanie davor, wahllos Produkte auszuprobieren.

„Viele denken, sie brauchen jetzt einfach ein Volumenshampoo. Dabei ist das oft genau der falsche Ansatz.“ 

Ihr Rat lautet deshalb: Erst verstehen. Dann behandeln.


1. Die Kopfhaut beruhigen

Wenn die Kopfhaut juckt, spannt oder gereizt ist, sollte dieser Zustand nicht ignoriert werden. Eine gesunde Kopfhaut ist die Grundlage für gesundes Haar.

Stefanie empfiehlt deshalb möglichst milde Pflegeprodukte und rät dazu, Inhaltsstoffe kritisch zu hinterfragen – vor allem dann, wenn die Beschwerden erst in den Wechseljahren begonnen haben. Welche Inhaltsstoffe du im Blick behalten solltest

Aber was heißt das konkret? Stefanie nennt einige Stoffe, die sie bei empfindlichen Kopfhäuten besonders häufig als Problem erlebt:


Silikone – erkennbar an Wortendungen wie -cone oder -xane (z. B. Dimethicone): Sie legen sich wie eine unsichtbare Schicht über Haar und Kopfhaut. Für viele Frauen kein Problem. Für empfindliche Kopfhäute kann diese Schicht auf Dauer Poren blockieren und die Wurzelversorgung einschränken.


Sodium Laureth Sulfate (SLES): Ein Tensid, das in vielen Shampoos als Hauptreiniger dient und oft auf Erdölbasis hergestellt wird. Für empfindliche Kopfhäute kann es dauerhaft reizend wirken.


Sodium Lauryl Sulfate (SLS): Ähnliche Wirkung, aber häufig pflanzlich gewonnen – zum Beispiel aus Kokos- oder Palmkernöl. Trotzdem gilt: Auch SLS kann bei gereizter Kopfhaut problematisch sein.


Polyquaternium: Ein Sammelbegriff, der in vielen „silikonfreien" Produkten auftaucht. Das Haar fühlt sich damit seidig und gepflegt an – weil auch dieser Stoff das Haar ummantelt. Wer auf Silikone verzichten möchte, sollte deshalb auch die INCI-Liste auf Polyquaternium prüfen.


Potassium Sorbate: Ein natürlicher Konservierungsstoff, der für sich genommen harmlos ist – aber bei täglicher Anwendung auf empfindlicher Kopfhaut austrocknen kann.

Wichtig: Diese Stoffe sind zugelassen und für viele Frauen völlig verträglich. Aber wenn deine Kopfhaut juckt, spannt oder brennt – und du täglich Shampoo, Conditioner und Serum mit denselben Inhaltsstoffen verwendest – lohnt sich ein genauerer Blick auf die Zutatenliste.


Ein einfacher erster Test: Lass weg, was du weglassen kannst. Bei vielen Frauen verschwindet Juckreiz und Spannung schon nach wenigen Haarwäschen mit milderen Produkten.


2. Die Haarwurzel aktiv halten

Haare wachsen nicht einfach aus dem Nichts. Jedes einzelne Haar entsteht in einer Haarwurzel, die möglichst gut versorgt werden möchte.

Deshalb setzt Stefanie unter anderem auf regelmäßige Kopfhautmassagen.

Sie fördern zwar nicht das Haarwachstum im Sinne einer Wunderheilung, können aber die Durchblutung anregen und gehören für sie zu einer guten Kopfhautroutine dazu. Auch sogenannte Hair Spas, die sich ganz der Kopfhautpflege widmen, sieht sie als spannende Entwicklung.


Das Schöne daran: Dafür brauchst du keine besonderen Geräte. Schon wenige Minuten sanfte Massage mit den Fingerspitzen können sich angenehm anfühlen und lassen sich leicht in den Alltag integrieren.


3. Weniger ist manchmal mehr

Etwas hat mich im Gespräch mit Stefanie überrascht: Man kann seine Haare auch überpflegen. Zu viele Stylingprodukte, reichhaltige Pflege oder Inhaltsstoffe, die sich nach und nach auf Haar und Kopfhaut ablagern, können das Haar beschweren.


Die Folge: Die Frisur fällt schneller zusammen, das Haar wirkt kraftlos und viele Frauen greifen noch häufiger zu zusätzlichen Produkten. Ein Kreislauf, der das Problem oft eher verstärkt als löst.

4. Wenn nichts mehr hilft: PRP als medizinische Option

Für Frauen, die trotz allem – angepasster Pflege, guter Blutwerte, reduziertem Stress – weiterhin unter starkem Haarausfall leiden, gibt es eine medizinische Möglichkeit, die Stefanie Wirnshofer in solchen Fällen erwähnt: PRP, kurz für Platelet-Rich Plasma, zu Deutsch: plättchenreiches Plasma.


Das Verfahren klingt aufwendiger als es ist: Dem eigenen Blut werden Blutplättchen entnommen und konzentriert. Dieses Konzentrat wird dann in die Kopfhaut injiziert, um Wachstumsprozesse zu stimulieren.


PRP wird von Dermatologinnen und Dermatologen durchgeführt. Die Anzahl der Sitzungen und der zeitliche Abstand variieren je nach Protokoll und individueller Situation – das besprichst du am besten direkt mit einer Fachärztin oder einem Facharzt.


Stefanie empfiehlt diese Methode nicht als ersten Schritt. Aber bei sehr starkem, akutem Haarausfall, bei dem konservative Maßnahmen nicht anschlagen, sieht sie PRP als eine ernsthafte Option: "Das ist das Schnellste, was man machen kann, wenn es wirklich ganz schlimm ist."

Meine Erfahrungen mit ONNI Haircare


An dieser Stelle möchte ich transparent sein. Ich habe Stefanies Produkte kennengelernt, nachdem wir uns in München getroffen haben. Natürlich war ich neugierig. Vor allem wegen meiner juckenden Kopfhaut.


Mein persönliches Fazit:

Schon nach wenigen Haarwäschen war dieses ständige Jucken verschwunden.

War damit auch mein Haarausfall gelöst? Nein. Das wäre unseriös zu behaupten.

Haarausfall hat viele Ursachen und lässt sich nicht mit einem Shampoo "wegwaschen".


Was sich für mich aber verändert hat, war das Gefühl auf meiner Kopfhaut. Sie war plötzlich ruhig. Nicht mehr gereizt. Nicht mehr ständig präsent. Und allein das war für mich eine enorme Erleichterung. Genau deshalb kann ich Stefanies Grundgedanken heute so gut nachvollziehen:

Gesunde Haare beginnen mit einer gesunden Kopfhaut.

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Produktpalette Onni Haircare: Das ideale Set für alle, die ihren Haarverlust gezielt angehen oder ihre Haarqualität langfristig erhalten möchten. Abhängig von der Haarlänge reicht das Starter-Set für eine 12-wöchige Anwendung.

Wann solltest du aktiv bei Haarausfall werden?


"Sobald man denkt, oh Gott, was ist jetzt los – würde ich sofort was machen", sagt Stefanie Wirnshofer. Nicht warten. Nicht beobachten. Sondern handeln.


Als erster Schritt: Blutwerte bestimmen lassen. Ferritin, Zink, Selen, Schilddrüse, Cortisol. Parallel dazu: Haarpflegeprodukte auf problematische Inhaltsstoffe überprüfen und, wenn nötig, umstellen.


Bei schwerem, anhaltendem Haarausfall: Eine Dermatologin aufsuchen. Unter anderem gibt es eine Form von vernarbtem Haaransatzverlust (FFA – Frontale Fibröse Alopezie), die optisch kaum auffällt, aber durch kleine gerötete Stellen am Haaransatz erkennbar ist. Die braucht spezifische Behandlung.


Frau betrachtet im Badezimmerspiegel ihre Kopfhaut und Haare. Das Bild symbolisiert den hormonell bedingten Haarausfall in den Wechseljahren durch sinkende Östrogen- und Progesteronspiegel.
KI-generiertes Sujet-Bild

Was du heute tun kannst


✅ Haarausfall beobachten

✅ Blutwerte bestimmen lassen

✅ Kopfhaut ernst nehmen

✅ Stress reduzieren

✅ Nicht wahllos Produkte kaufen

✅ Bei Unsicherheit Hautärztin oder Gynäkologin aufsuchen

Fazit:

Haarausfall in den Wechseljahren ist kein Schicksal. Er hat Ursachen, und die meisten davon lassen sich finden und angehen. Das setzt voraus, dass man genau hinschaut – bei den Blutwerten, bei den Produkten, beim Stresslevel, bei der Ernährung.


Was Stefanie Wirnshofer in über 10.000 Haaranalysen immer wieder erlebt hat: Frauen, die aufgehört haben zu hoffen, und die dann – manchmal nach Monaten, manchmal nach einem Jahr – sagen, dass sich etwas verändert hat. Die Haare werden wieder! Vielleicht schaust du jetzt anders in den Spiegel als noch vor zehn Minuten. Nicht, weil sich deine Haare verändert haben – sondern weil du jetzt weißt, dass du nicht allein bist.

Wenn du tiefer ins Thema einsteigen möchtest: Die vollständige Folge mit Stefanie Wirnshofer findest du überall, wo es Podcasts gibt.

🎧Hör jetzt rein:


FAQ zu Haarausfall in den Wechseljahren

Ist Haarausfall in der Perimenopause normal?

Ja. Tatsächlich gehört Haarausfall zu den häufigen Beschwerden in der Perimenopause. Durch den sinkenden Östrogen- und Progesteronspiegel verändert sich der Haarwachstumszyklus. Die Haare wachsen oft feiner nach, verlieren an Volumen oder fallen früher aus. Trotzdem solltest du Haarausfall nicht einfach als "normal" abtun. Es lohnt sich immer, mögliche Ursachen wie Eisenmangel oder Schilddrüsenerkrankungen ärztlich abklären zu lassen.

Bis zu 100 Haare täglich gelten medizinisch als normal – obwohl auch das schon viel ist. Ein verlässlicherer Hinweis: Wenn du beim Kämmen erschrickst, wenn überall im Haus Haare liegen oder der Duschablauf deutlich voller ist als früher, solltest du handeln. Nicht warten.

Das hängt von der Ursache ab. Liegt beispielsweise ein Nährstoffmangel oder eine vorübergehende Belastung vor, können die Haare nach erfolgreicher Behandlung wieder kräftiger nachwachsen. Ist der Haarausfall hormonell oder genetisch bedingt, lässt sich der Verlauf häufig verlangsamen oder verbessern. Je früher die Ursache erkannt wird, desto besser sind die Chancen.

Nein. Häufiges Haarewaschen verursacht keinen Haarausfall. Beim Waschen fallen lediglich Haare aus, die sich ohnehin am Ende ihres natürlichen Lebenszyklus befinden. Wichtig ist vielmehr, ein mildes Shampoo zu verwenden, das zu deiner Kopfhaut passt.

Ja, wenn eine Unverträglichkeit gegen Inhaltsstoffe der Farbe besteht. Zeichen dafür: Die Kopfhaut juckt oder brennt nach dem Färben. Empfehlung: Auf eine ammoniakfreie Formel umsteigen (z. B. Innoa), die Kopfhaut vorher mit einem Schutzserum vorbereiten, danach sofort eine beruhigende Maske auftragen.

Grundsätzlich ja. Wichtig ist jedoch, auf möglichst schonende Produkte zu achten – besonders dann, wenn deine Kopfhaut empfindlich oder gereizt ist. Wenn deine Kopfhaut nach dem Färben brennt oder juckt, solltest du mit deiner Friseurin oder deinem Friseur über alternative Produkte sprechen.

Keine Einzelmaßnahme, sondern ein Zusammenspiel: Blutwerte überprüfen (vor allem Ferritin, Zink, Schilddrüse, Cortisol), Haarpflegeprodukte auf verträgliche Inhaltsstoffe umstellen, die Kopfhaut aktiv halten durch Massage und geeignete Seren, und Stressmanagement ernst nehmen.

Rosmarinöl wird häufig als Hausmittel gegen Haarausfall empfohlen. Erste wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass es die Durchblutung der Kopfhaut fördern könnte. Die Studienlage ist jedoch noch begrenzt. Rosmarinöl kann eine sinnvolle Ergänzung sein, ersetzt aber keine medizinische Abklärung der Ursache.

Minoxidil gehört zu den wenigen wissenschaftlich gut untersuchten Wirkstoffen gegen hormonell bedingten Haarausfall. Es kann das Haarwachstum fördern und den Haarverlust verlangsamen. Ob Minoxidil für dich geeignet ist, solltest du gemeinsam mit einer Hautärztin oder einem Hautarzt entscheiden.

Ferritin (mindestens 60, besser 60–100), Zink, Selen, Kupfer, Vitamin D, B-Vitamine, Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4, Hashimoto-Antikörper), Cortisol und – bei Hormontherapie mit Testosteron – der Testosteronspiegel.

Wenn der Cortisolspiegel dauerhaft erhöht ist, leitet der Körper Nährstoffe bevorzugt in andere Organe. Haare haben keine Priorität. Das bedeutet: Wer unter hohem Stress steht, profitiert von Haarvitaminen erst, wenn gleichzeitig der Stress sinkt.

Silikone erkennst du an Wortendungen wie -cone oder -xane. Sodium Laureth Sulfate und Sodium Lauryl Sulfate sind erdölbasierte Tenside. Polyquaternium ist ein Sammelbegriff für silikon-ähnliche Filmbildner. Potassium Sorbate ist ein Konservierungsmittel, das bei empfindlicher Kopfhaut austrocknen kann.

PRP steht für Platelet-Rich Plasma. Dabei wird eigenes Blut entnommen, zentrifugiert und in die Kopfhaut injiziert. Stefanie Wirnshofer empfiehlt es bei sehr starkem, akutem Haarausfall als schnelle und wirksame Methode.

Ja. Chronisch erhöhtes Cortisol greift direkt die Haarwurzel an. Gleichzeitig verhindert es, dass Nährstoffe – egal ob aus dem Essen oder aus Supplementen – an der Kopfhaut ankommen. Stressmanagement ist damit kein Nice-to-have, sondern ein direkter Teil der Behandlung.

Wenn dir über mehrere Wochen deutlich mehr Haare ausfallen als sonst, dein Scheitel sichtbar breiter wird, kahle Stellen entstehen oder deine Kopfhaut schmerzt oder stark juckt, solltest du den Haarausfall ärztlich abklären lassen. Erste Anlaufstellen können deine Hausärztin, Gynäkologin oder Hautärztin sein.

Die richtige Frisur kann feiner werdendem Haar mehr Fülle verleihen – auch wenn sie die Ursache des Haarausfalls natürlich nicht behebt.

Viele Friseurinnen und Friseure empfehlen bei dünner werdendem Haar:

  • einen kinn- bis schulterlangen Bob oder Long Bob,

  • sanfte Stufen, die Bewegung ins Haar bringen,

  • einen leicht versetzten Scheitel statt eines dauerhaft mittigen Scheitels,

  • lockere Wellen oder sanftes Volumen statt streng nach hinten gebundener Frisuren.

Wichtig ist außerdem, die Haare möglichst schonend zu behandeln. Häufiges Glätten, starkes Toupieren oder straffe Zöpfe können die Haare zusätzlich belasten.

Mein Tipp: Sprich deine Friseurin oder deinen Friseur offen auf das Thema an. Ein guter Haarschnitt kann zwar keinen Haarausfall stoppen, aber oft dafür sorgen, dass sich dein Haar wieder voller anfühlt – und du dich wohler in deiner Haut fühlst.



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